Zwei Content-Nüsse, die ich dieses Jahr ganz gerne knacken möchte

Jeden gottverdammten Tag werden unglaublich viele Dinge für Klicks, Faves, Shares, Drunterkommentare und Drunteremojis ins Internet reingeschrieben, viel zu selten fragen wir uns dabei: Reagiert das Internet auf mich oder reagiere ich auf das Internet? Heute ist es für mich zweifelsohne Zweiteres, denn die folgenden Beiträge meiner geschätzten Mitstudierenden an der Fachhochschule Joanneum zu Graz haben mich einfach in besonderem Maße abgeholt. 

Deswegen möchte ich hier einfach mal Danke sagen. Danke dafür, dass ihr das Internet zu einem besseren Ort gemacht habt mit euren Texten, die genau die Segmente des Content-Strategentums bedienen, die mich beruflich dieses Jahr umtreiben werden. So, yeah, also darum geht’s.

Quo vadis Messbarkeit im Content Marketing?

Der Reiberphilipp gibt sich morbide, denn er sagt: DER KLICK IST TOT. Huch. Aber er hat ja irgendwo recht. Tatsächlich ist dies etwas, was mich auch stark beschäftigt, was Werbebotschaften innerhalb seriöser journalistischer Umfelder betrifft.

Diese funktionieren häufig nach dem Trojanisches-Pferd-Prinzip, sind stark kontextbezogen und kommen im Look&Feel der Website daher. Sie verkleiden sich als Mehrwert, wollen aber eigentlich verkaufen. User folgen dem Lockruf des Klicks – und dann? Haben sie sich wirklich zum Kauf entschlossen und welcher Werbe-Touchpoint war dafür der auslösende Faktor? Who knows.

Dazu kommt das Problem der Banner-Blindheit. Eine alte Indianerweisheit sagt: Eine Werbung wurde gesehen, wenn sie mindestens eine Sekunde lang zu 100 Prozent im sichtbaren Bereich eingeblendet wird.
Aber was sagt das über die Wahrnehmung aus? Hat der User seine Konzentration auf den Content wirklich zugunsten einer Werbebotschaft unterbrochen? Die Frage bleibt offen.

Was sagen generische Kennzahlen wie Anzeigen-Impressions und Klickraten tatsächlich über die Wirksamkeit von Content-Marketing-Maßnahmen aus? Woher wissen wir, ob der kommunikative Akt der Marketing-Maßnahme geglückt ist? Wären nicht Kennzahlen, die Aussagen über die persönliche Auseinandersetzung des Users mit eine Marke treffen können, viel wertvoller? Ich freue mich auf einen Deep Dive in dieses Thema.

Intelligent Content in der Praxis


“Intelligent content is content that’s structurally rich and semantically categorized and therefore automatically discoverable, reusable, reconfigurable, and adaptable.”


ANNE ROCKLEY

Ich will dieses Thema gar nicht so groß denken, muss ich auch gar nicht im Rahmen meiner Projekte, die sich ja bloß auf Web- und Social-Media-Kommunikation beziehen. Und doch erscheint intelligent Content aktuell für mich noch nicht richtig greifbar, aber trotzdem so unglaublich nötig für das Content Management. Denn dieses arbeitet sich in meiner Erfahrung ab in einem Spannungsfeld von entweder erheblichem manuellen Aufwand, um etwa in punkto Content-Verknüpfung Xenia hat in der Schweiz einen interessanten

Denn dieses reibt sich oft auf in einem Spannungsfeld von entweder erheblichem manuellen Aufwand, um etwa in punkto Content-Verknüpfung und User-Aktivierung auf Websites einen konsistenten Auftritt hinzulegen oder man setzt auf Automatisierung, bleibt dabei aber generisch – und die User-Inklusion auf der Strecke.

Xenia hat hierzu einen interessanten Beitrag verfasst, Ivy auch. Ich möchte mich in diesem Jahr verstärkt damit befassen, wie ein Content-Management-System funktionieren kann, wenn es darum geht, dass komplexe Inhalte durch Redakteure semantisch ausgezeichnet werden sollen und werde hierzu ein Pilot-Projekt in meiner Agentur durchführen. Mal schauen, wie sich das ausgeht. Die Potenziale für Conversion-Optimierung einerseits und Zeitersparnis in der Content-Pflege andererseits sind jedenfalls riesig.

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