Wie der Relaunch nicht zum SEO-Desaster wird: Diese Checkliste ist ganz großes Kino!

In den vergangenen Monaten durfte ich mehrere Website-Revamps begleiten. Üblicherweise ist ein Relaunch mit dem Anspruch verbunden, der Website einen schicken neuen Look zu geben oder sie veränderten technischen Herausforderungen in diesem Internet anzupassen.
Dazu wird meist auch der Content auf den Prüfstand gestellt, was sich oft auf die Statik der Website auswirkt.

Dabei kann man aus SEO-Sicht erschreckend viel falsch machen. Was du tun musst, damit deine Website nach dem Relaunch Google’s Gunst nicht verliert, erfährst du hier.

Redirects nicht vergessen!

Oft geht ein Website-Relaunch auch mit einem Redesign der Content-Architektur einher. Seiten, die unter Umständen relevante Rankings für ein Thema aufweisen, werden aussortiert, überarbeitet, konsolidiert oder an einen anderen Ort verschoben.

Ein Blick in die Google Search Console gibt Aufschluss über die Sichtbarkeit der Unterseiten einer Website. Hier findest du Informationen über Rankings und ihren zeitlichen Verlauf. Ziehst du eine bestimmte Page um, das heißt, du veränderst ihre URL, muss eine Weiterleitung eingerichtet werden.

Redirects mit dem Status-Code 301 signalisieren Google einen dauerhaften Page-Umzug. Das bedeutet, dass die Suchmaschine fortan die neue URL indexieren wird und, wenn du bei der Onpage-Optimierung der Page nichts falsch gemacht hast, ihr Ranking beibehalten oder im Ideallfall verbessern wird.

Am besten legst du dir ein Spreadsheet an, in dem du definierst was mit jeder einzelnen Seite aus der ursprünglichen Content-Struktur geschehen soll und wohin gegebenfalls der Redirect zeigt. Diese reichst du zum Launch-Termin an den Administrator weiter oder trägst die Redirects selbst in eine htaccess-File ein.

HTTPS-Migration: Auf alles geachtet?

Dein Relaunch ist mit einer Umstellung auf ein verschlüsseltes SSL-Zertifikat und das HTTPS-Protokoll verbunden? Falls nicht, ist dies dringend angeraten, da HTTPS nicht zuletzt für Online-Shops oder andere Websites, die vertrauliche Userdaten verarbeiten, ein wichtiger Rankingfaktor geworden ist.

Achte darauf, dass alle internen Verweise und Medien-Assets via HTTPS-Pfad eingebunden sind. Wird dies nicht durchgängig gemacht, stuft Google bzw. der Webbrowser die Seite unter Umständen als „nicht sicher“ ein. Fehlerquellen stellen typischerweise auch folgende Elemente dar:

  • Canonical Tags / Hreflang Tags
  • CSS-Ressourcen
  • Javascript-Ressourcen
  • Bilder
  • Sitemaps
  • Social-Media-Links
  • Eingebunde Analytics-Scripts oder Adserver-Verweise

Überprüfe deine robots.txt

Die robots-Datei enthält Hinweise für Suchmaschinencrawler, wie die Website gelesen werden soll. Darin werden etwa Seiten angegeben, die nicht indexiert werden sollen. Bei einem Relaunch sollte jede einzelne Zeile auf ihre Gültigkeit überprüft werden, nicht zuletzt, da Google eine schlanke robots.txt sympathisch findet. Achte hierbei vor allem auf zwei Dinge:

  1. Existieren auf der neuen Seite die Noindex-Pfade noch? Solltest du sie vielleicht aktualisieren oder löschen?
  2. Gibt es einen Sitemap-Verweis? Ist dieser noch aktuell? Kontrolliere hier gegebenenfalls auch, ob eine HTTPS-Umstellung stattgefunden hat.

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